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05.03.17 Potsdam bewirbt sich um den Preis „Amt Schilda zu Potsdam“

Datenschutz hat zwei Seiten. Die eine Seite besagt, daß alle Daten eines Amtes diesem Amt offenliegen und bekannt sind. Die andere Seite besagt, daß das nur gilt, wenn der Beamte Lust hat, aufzustehen.

Ich habe mir einen Hund gekauft und bin als artiger Bürger sehr zeitnah ins Amt gegangen und habe erklärt: „ich habe mir einen Hund gekauft“.

Ich bin vom Empfangstresen in ein Büro zur Anmeldung meines Hundes geschickt worden. Dort bin ich hingestiefelt und habe meinen Hund angemeldet.

Es gab dann bei der Anmeldung einigen Streß, weil das Amt mich ausforscht, halt so, wie das Amt das von früher her gewohnt war, den Bürger sach- und rechtswidrig auszufragen.

Im Antrag gibt es die Felder „Hundehalter bisher“. Eine Auskunftspflicht hierzu ist aus der Hundesteuersatzung nicht zu entnehmen. Gleichwohl besteht das Amt auf Auskunft.

Telefonisch wurde mir mitgeteilt, daß man über diese Nachfragen nachprüft, ob bislang Hundesteuern ordnungsgemäß bezahlt wurden. Man wisse, daß dies eigentlich freiwillige Daten seien, sehe jedoch keinen Grund das im Formular kenntlich zu machen, dann würde man die gewünschten Antworten ja gerade nicht erhalten.

Zur Vermeidung von weiterem Streß habe ich die Herkunft des Hundes bekannt gegeben.

Damit hatte sich die Stadt Potsdam den Preis „Amt Schilda zu Potsdam“ aber noch nicht erarbeitet.
Doch die Stadt Potsdam ließ nicht locker, sie wollte unbedingt den Preis erreichen.

6 Wochen später erhielt ich eine Drohung vom Amt. Ich müsse ein Führungszeugnis vorlegen.
Jetzt war der Sack voll.

Weder die Damen am Empfang haben mir mitgeteilt, ich möge erst in das Zimmer 4711 und dann in das Zimmer 4712 gehen und meinen Hund eben an der einen UND der anderen Stelle anmelden.
Auch dort, wo ich den Hund erstmals angemeldet habe, habe ich keinerlei Hinweis erhalten, daß diese eine Anmeldung im selben Amt nicht ausreicht.

Stattdessen kommt ein Brief mit Drohgebärde.

Und wieder wurden eine Vielzahl von Daten abgefragt, die gerade nicht durch die vorgetragene nächste Verordnung gedeckt waren. Wieder gab es keinen Hinweis auf Freiwilligkeit.

Ich hatte mit Schreiben vom 11.07.13 um Antwort gebeten, „ob es eine Notwendigkeit gibt, diesen Ablauf derart kompliziert zu gestalten“. Bis heute habe ich dazu keine Antwort erhalten.

Das war ein weiteres wichtiges Indiz dafür, daß das Amt Potsdam Wert auf  den Preis „Amt Schilda zu Potsdam“ legt und eben alles Erdenkliche unternimmt, um auch Jahrzehnte nach der Wiedervereinigung den armseligen Bürger in seine Schranken zu verweisen.

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